Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD)


Bei der altersabhängigen Makuladegeneration (kurz AMD) kommt es zu einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen in der Makula. Die Makula beschreibt den zentralen Teil der Netzhaut (Retina) und beinhaltet Millionen von Sehzellen, die insbesondere für das Farbensehen, Lesen oder zur Erkennung von Gesichtern benötigt werden. Viele, teilweise noch unbekannte, Mechanismen führen bei dieser Erkrankung zum Untergang der Nervenzellen und damit bei den betroffenen Menschen zu einer stark beeinträchtigenden Sehverschlechterung. Der größte Risikofaktor ist ein fortgeschrittenes Lebensalter, aber auch Ernährung und genetische Veranlagung spielen entscheidende Rollen bei der Entstehung.

Es werden zwei Formen der AMD unterschieden: Bei der trockenen AMD kommt es zu einem langsam fortschreitenden Sehverlust meist über Monate oder Jahre, dessen Ursache im Verschwinden der Nervenzellen liegt. Für diese Form gibt es bislang keine einsetzbare Therapiemöglichkeit. Bei der feuchten AMD entsteht eine Schwellung in der Makula (Makulaödem) durch neugebildete Blutgefäße. Diese Form verläuft deutlich schneller und kann innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen die zentrale Sehkraft stark reduzieren. Für diese Form bestehen medikamentöse oder operative Behandlungsmöglichkeiten, welche das Ziel haben, ein weiteres Fortschreiten des Sehverlustes zu verhindern. Dazu gehört die operative Medikamenteneingabe in das Auge - eine Therapieform, die in monatlichen Abständen wiederholt werden muss, um einen bleibenden Erfolg zu erzielen.

Gemeinsames Endstadium beider Formen ist der vollständige Verlust der zentralen Sehschärfe, verbunden mit dem Ausfall der Lesefähigkeit. Zu einer vollständigen Erblindung kommt es jedoch nicht.

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